Wie man den besten Tag des Jahres verschläft…

Angefangen hat alles mit einem sehr anstrengendem Flug am Samstag. Hatte eine Stunde auf der Nordkette verloren und dort im Hangniveau im Lee herumgebastelt. Auch auf den Miemingern bin ich nochmal fast abgesoffen in ganz komischen, blauthermischen Verhältnissen.

So bin ich am Sonntag in der Früh im Bett geblieben, auch wegen der mäßigen Alptherm Prognose (die dann um 10:00 Uhr plötzlich auf Sehr gut raufging) – auf einen ähnlichen Flug wie am Tag zuvor hatte ich dann wirklich keinen Bock. So bin ich gemütlich gegen 11 Uhr zum Flugplatz gefahren und hab im Hangar erstmal meine Mückenputzer repariert und neue Fäden eingezogen. Dann um 11:30 bin ich aus dem Hangar gegangen und mir wurde schlagartig bewusst, dass ich den besten Tag des Jahres verschlafen habe.

Zum Glück hatte ich den Flugakku mit – leider nicht ganz aufgeladen, aber mit meiner Solaranlage (ca. 800 mAh Ladestrom je nach Sonneneinstrahlung) und den 15Ah sind fast 25h Flugzeit möglich. Noch 2 Wasserflaschen besorgt, den Flieger hergerichtet und schon gings ab zum Start, ausgeklinkt um 12:15, Abflug um 12:30 loc.

In unglaublichen Verhältnissen und mit 90 kmh Schnitt ging es auf der Südroute Richtung Westen – es wäre der Tag für den Oberalppass geworden. Viel zu früh hab ich dann am Reschensee umgedreht und mit einem gutem Schnitt nach Hause geflogen. Es sind dann doch noch über 700km geworden – 850km wären drinnen gewesen!

 


Der Flugweg vom Sonntag

Am Dachstein viele Paragleiter und Basis über 3000m.

Der Dachstein in ganzer Pracht.

Blick Richtung Gerlos. Hier gings in Geradeausflug bis zum Brenner.

Überqueerung des Brenners, ganz hinten die Zugspitze.

Innsbruck und Stubaital

Blick in den Süden.

Kaunertal, Blick auf den Tschirgant und ganz hinten Arlberg.

Engadin vorne eine schöne Wolke am Fluelapass

Reschenpass und Reschensee


Absinkende Basis im Süden.

Großglockner

Dachsteingebirge


Am Hauptkamm am Abend mit super Luftmassengrenzen = Konvergenzen

Blick aus dem Cockpit

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