Schnell mal in die Dolomiten fliegen…

In der Kalenderwoche 20 hatte ich endlich einmal 3 Tage frei zum Fliegen. Ich hab mir versucht die ganze Woche frei zu halten, auch um mal wieder richtig reinzukommen – irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es heuer nicht so richtig laufen will beim Fliegen.

So bin ich am Dienstag dem 16. Mai vormittags von Graz ins Ennstal gefahren und hab mir gedacht ich geh am Nachmittag um 14:00 Uhr gemütlich fliegen, ich hatte auf meinem Display auch noch einiges umzustellen. Dann im Auto um ca. 10 Uhr hab ich dann schon gaaanz große Augen bekommen als ich durch das Paltental fuhr – super Aufreihungen und Entwicklungen schon so früh. Zwar sehr tief aber trotzdem richtig schöne Bummletten.

So bin ich dann etwas schneller am Flugplatz eingetroffen und hab mir flott einen Schlepppiloten organisiert – trotzdem bin ich dann erst um 13:00 Uhr in die Luft gekommen. Von Beginn an gings richtig gut und so hab ich am Funk sehr schnell Kontakt mit Werner Muchitsch aufgenommen – er war mit dem Arcus M von Graz aus unterwegs.

So hab ich mich dann für eine Alpenhauptkammquerung  entschieden – ich wollte unbedingt wieder einmal die Dolomiten sehen. Gleich im Murtal gings sehr passabel dahin – die Optik nach dem dahingleiten über den Hauptkamm ist immer ganz eine andere, irgendwie so nah an der Heimat und doch sieht alles so anders aus. Ab dem Katschberg waren dann auch die Thermikschläuche sehr passabel und die Operationshöhe wurde von Aufwind zu Aufwind höher.

Der Flug am Mölltaler Gletscher vorbei entwickelte sich dann zu einem Highlight bis jetzt in diesem Flugjahr. Sehr einfach und mit starken Steigwerten ging es dahin bis Toblach, wo ich dann das Pustertal in Richtung 3 Zinnen querte. Es ist immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis diese schroffen und kargen Berge zu sehen. Man verspürt sehr schnell große Ehrfurcht vor diesen Bergen, im Vordergrund die Drei Zinnen un der Monte Cristallo, weiter hinten waren der Langkofel und die Marmolata sehr schön zu erkennen. Im Vorjahr war ich mit meiner Frau genau dort wandern wo ich heuer dann drüberflog, ich konnte unsere Wanderrouten gut erkennen.

Direkt über den Drei Zinnen hab ich dann umgedreht mit dem Plan, noch nach Osten in Richtung Hochschwab zu verlängern. Doch soweit sollte es nicht kommen, aber mehr dazu etwas später. Der Rückflug quer über die Lienzer Dolomiten war sehr entspannt, ich hab eine gute Linie erwischt und auf den Arcus mit Werner aufgeschlossen. Durch die Nockberge gings dann immer knapp unter dem Deckel dahin  – die durch SERA und die ACG eingeführte CTA S ist die Operationshöhe in diesem Gebiet ohne lästiges funken einfach dahin.

Der Turm in Zeltweg war schon in Feierabendlaune und so gings vorbei an Zeltweg Richtung Gößeck. Das Gebiet rund ums Gößeck kann ich einfach nicht leiden. Ich komme dort immer zu tief, meistens in unvorhersehbare Leegebiete. So auch an diesem Tag – ich habe einfach keinen guten Aufwind mehr erwischt und so hab ich mich dann in 400m über Kalwang wiedergefunden. Meine letzte Chance vor der Aussenlandung war dann noch der Hang bei Kalwang mit dem Sender, bei dem ich mühsam noch 300m gemacht habe um Timmersdorf zu erreichen.

Dort ging alles gut, ein Rückschlepp war schnell organisiert und die Mannschaft in LOGT ist wirklich sehr freundlich und so konnte ich nach nur 15min wieder die Heimreise hinter der DR-400 antreten. 40min später bin ich dann gut in Aigen wieder gelandet – zwar mit einer weiteren Aussenlandung am Konto – trotzdem: ein spannender Flug mit schönen Erlebnissen!

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Der Flugweg und das Barogram

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Unterwegs im Pustertal

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Unglaublich schöne Farben im Pustertal

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Blick in die Dolomiten

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Monte Cristallo im Hintergrund, mitte links Monte Piano – da waren wir 2017 wandern!

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Blick Richtung Toblach

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Die 3 Zinnen von ihrer Honigseite

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Blick Richtung Kärnten – Lesachtal

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Da gings noch dahin im Murtal – leider hat der Tag sehr schnell abgebaut.

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Das erste Mal mit dem Segler in Timmersdorf gelandet

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Der Rückschlepp gegen die Sonne war anspruchsvoll

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Dafür dann super Stimmung mit Abendthermik beim Heimgleiten.

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