Gold C mit 2 Diamanten

Mein Gold C Flug 2015 hatte es in sich.

Kurz zur Vorgeschichte:
Der österreichische Aeroclub hat eine Förderung für die Leistungsabzeichen ausgeschrieben. Diese Förderung gilt nicht nur für Senioren, sondern auch für Piloten mit Flugerfahrung von weniger als 10 Jahren nach Scheinerhalt. Da ich ja erst seit 7 Jahren den Flugschein habe war das für mich natürlich Motivation genug mir diese Förderung auch abzuholen. Der 5. Juni war dann auch der Tag an dem die Wetterlage nicht ganz so nach Schweiz und Hammerwetter im Westen aussah und so entschloss ich mich am Tag zuvor 500km (Gold C mit 2 Diamanten) auszuschreiben. Der ausgeschriebene 500er ist auch der Klassiker von Aigen aus: Aigen – Veitsch – Gerlos Stausee – Aigen.

Beim Startpunkt hat mich Werner sehr gut gecoacht, ein Startpunkt über Irdning wurde festgelegt, über dem in 1400 AGL geklinkt wird und der am Abend dann nur noch über 400m überflogen werden muss. 400m braucht man hier sowieso um noch gut nach Aigen zu kommen und am Abend liegt dieser Punkt auch mittig im Tal – Perfekt für die Abendthermik.

Der Flug:
Am Vormittag war in den Osten zu fliegen an diesem Tag eigentlich dann genau die falsche Entscheidung. Stetig sank die Basis nach unten – am Wendepunkt lag die Basis bei ca. 1400m über Platz, was für meine Verhältnisse richtig tief ist. Auf der Veisch wendete ich dann in ca. 150m über dem Graf Meran Haus. Der Nordwestwind ließ auch die Bärte immer eckiger werden und so kam ich tiefer und tiefer. Irgendwann musste ich dann Richtung »Waldmugln« (ja so nennen wir die Gegend vor dem Hochschwab) ausweichen. Auch hier fand ich keine brauchbare Thermik und so machte ich mich auf den Weg Richtung Turnau – mit der sicheren Aussenlandung schon vor Augen. 5km vor Turnau dann noch ein kleiner Hügel, wieder nichts. Ich fuhr mein Fahrwerk aus und ließ das Wasser raus, plötzlich ein Zucken am Vario und ich kreise ganz sanft nach rechts ein. Und da war er schon, ein kleiner schwacher Bart mit ca. einem Meter Steigen. Fahrwerk wieder rein, Wasserhahn zu und kurbeln. So entkam ich auch meiner ersten Aussenlandung und tastete mich dann weiter Richtung Heimat.

Eigentlich wollte ich zu diesem Zeitpunkt dann nurmehr Baden am See. Ich war komplett durchgeschwitzt und fertig, erholte mich aber langsam, denn die Basis Richtung Heimat wurde immer höher und höher. Schließlich passierte ich Irdning in über 3200 MSL um 15 Uhr local und mein Vater meinte ich soll es doch noch probieren Richtung Gerlos. Die Optik war traumhaft uns o entschloss ich mich es noch zu probieren. 15 Uhr ist für uns reichlich spät nochmal Richtung Gerlos zu fliegen, bei einem 75er Schnitt ist man um 17 Uhr erst am Wendepunkt, für mich und meine Erfahrung zu diesem Zeitpunkt schon reichlich spät. Heute weiß ich, wenn ich es schaffe mit der Libelle vor 18:00 Uhr über die Gerlos zu fliegen komm ich locker nach Hause.

Und so hab ich dann auch meine Aufgabe vollendet, es ging in relativ hoher Basis bis auf die Gerlos und wieder nach Hause, wobei ich auch den letzten Bart auf der Planai bis auf 3300 MSL auskurbelte und so ganz locker nach Hause kam.

 

Hier gehts zum Flug

 

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Hier das Barogram zum Flug

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Der Tiefpunkt des Fluges, 400m AGL im Anflug auf Turnau

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Blick Richtung Zell am See und Pinzgau

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Weißsee kurz vor Gerlos

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Kurz vor der Wende

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Beim Heimfliegen

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letzter Bart für den Endanflug

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Dachstein

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