Galtür retour

Ende April hat sich die erste richtig gute Wetterlage eingestellt. Am Vortag ist David Richter Trummer schon 800km geflogen und die Anzeichen für einen Hammertag waren dann schon Freitag gut zu erkennen. Der Alptherm verwendete die Bewertung »Sehr Gut« fast schon inflationär – was sich aber im Nachhinein als nicht ganz richtig erwiesen hat – für mich hat es aber zu meinem bisher längsten Flug gereicht.

In der Früh hat mich mein Vater noch gut gebrieft, er meinte ich soll mir heute als Ziel den Arlberg vornehmen. Relativ früh bin ich dann um 10:15 gestartet und gleich mit 1,5m integriert bis auf über 2000m über Platz gestiegen. Die Basis war erstaunlicherweise hoch und so ging es nach einer für mich neuen Route Richtung Gumpeneck und Hochwildstelle.

Nach längeren Analysen im Winter bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich in der Früh Richtung Westen zwischen Mölbeck und Zell am See immer sehr viel Zeit verliere. Früher wurde von Aigen aus eigentlich immer die Nordroute nach Westen geflogen und die ist eindeutig die Schnellere. Leider ist sie thermisch aber nicht so früh entwickelt wie die Berge in den Niederen Tauern. Mit Werner Luidolt habe ich dann eine Route entwickelt, bei der die 3 zuverlässigsten Bärte auf der Südseite genutzt werden und bei der man dann aufs Hochgründeck auf die Nordroute wechselt.

Und genau diese Route hat sich bei diesem Flug (und auch beim nächsten Flug nach Chur) bewährt, Ab dem Hochgründeck ging es relativ zügig vorbei an Hochkönig und Birnhorn bis zum Wilden Kaiser. Dort hab ich dann das Inntal gewechselt und hab dort auch gleich mal einen Gang zurückgeschalten. Das Gebiet war so gut wie gar nicht entwickelt, die ersten Wolken waren erst wieder auf der Guffertspitze zu sehen und so bin ich dann nach einem relativ schwachen Bart zurück Richtung Rofan geflogen. Hier hab ich im Nachhinein ca. 15min liegengelassen.

Es ging dann sehr zügig vorbei an Innsbruck (etwas versetzt im Karwendel) Mieminger und Heiterwand bis zur Parseierspitze. Dort angekommen sah die Optik Richtung Paznaun einfach besser aus und so bin ich dann bei leichtem Südwind den Wolken entlang bis nach Galtür geflogen. Hab dann auch relativ schnell die Abschirmung gesehen die aus der Schweiz hereingezogen kam – ich wäre ansonsten sicher noch weiter in die Schweiz geflogen.

Wie sich am Abend herausgestellt hat war ich auch von den im Osten startenden Piloten am weitesten im Westen – alle haben vor der Abschirmung umgedreht. In Galtür habe ich dann um 14:45 umgedreht und schon gings zurück Richtung Heimat. Ich hatte dann noch eine kleine Baustelle am Achensee kam aber dann dort wieder gut weg und hab dann einen Gang zurückgeschalten – ich wollte nach dem Absaufer im Karwendel und am Achensee unbedingt nach Hause kommen.

So war ich auf dem Teilstück auch richtig langsam, zurück nach Hause hab ich dann länger gebraucht als gedacht, ich war aber nie im Tiefparterre unterwegs. Am Abend habe ich dann noch eine tolle Abendthermik in Hall bei Admont ausgekurbelt (2,5m int.) und hab in der Abendthermik nochmal 50km angehängt. Kurz nach Sunset bin ich dann in Aigen gelandet – ein geiler Flugtag, leider aber auch seeehr kalt, nach 10h Flugzeit konnte ich dann meine Zehen schon fast nicht mehr spüren. :-

Hier noch der Link zum Flug.

 

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Anflug auf die Mieminger Kette, rechts die Zugspitze

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Inntal und Tschirgant voraus

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Anflug ins Paznaun. Die Cirren kündigen die Abschirmung aus der Schweiz an.

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Richtung Arlberg sahs dann nicht so einladend aus.

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Riffelspitze voraus!

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Wieder Richtung Heimat. Auch nach hinten hat man einen schönen Ausblick in der Libelle.

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Blick ins Alpenvorland Richtung Deuschland

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Ausblick Richtung Karwendel.

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Reitherspitze und Nordkette von hinten.

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Gemütliches aufkurbeln bei Steinernen Meer, Blick Richtung Königssee

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Die Abschirmung aus dem Westen ist hier gut zu sehen.

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Über Saalfelden.

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Happy!

2 comments

    • Hallo Wolfram! Jawohl Transponder seit letztem Jahr und ich muss sagen alles geht viel leichter und es war die 2000 Euro wert. Vor allem um die Innsbrucker Gegend und bei Höhenflügen ist es viel einfacher jetzt.

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